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Die Angst vor der Nacht bei COPD
Es wird immer wieder kontrovers in Selbsthilfegruppen die Themenfrage diskutiert:
„Habt ihr auch Schlafprobleme? Wacht Ihr auch  nach zwei bis 3 Stunden Schlaf auf? Wälzt Ihr Euch im Bett unruhig hin und her und zwingt Euch zur Ruhe?“ Das Gegenteil ist der Fall? Der Puls rast, das Herz schlägt schneller, Schwindel, Nervosität, krampfende Finger? Dann macht ihr auch die die Nacht zum Tag?
Ist dem so oder so ähnlich? In den Postings  der Community wird sich rege darüber ausgetauscht, was gegen Schlafstörungen zu tun ist. Wer nicht schlafen kann, setzt seinen Körper unter Stress. Denn nachts hat der Organismus die Aufgabe, Viren, Bakterien  und Schlacken abzutransportieren, Krankheitserreger zu bekämpfen.
COPD Patienten  brauchen ein stabiles Immunsystem
Lungenerkrankte wissen,  dass es ungesund ist, dem Körper den nächtlichen Schlaf zu rauben. Die Gründe für Schlafstörungen sind vielschichtig. Doch es ist bekannt, dass viele klassischen COPD und Asthma
Medikamente Theophyllin beinhalten, der  gegen Obstruktionen wirken soll. Dieser Arzneistoff soll den schlafstörenden Effekt verursachen. Der Patient braucht nicht mehr den Arzt einzuschalten, um Nebenwirkungen zu melden und öffentlich zu machen. Nach vielen Ländern ist dies auch in Deutschland möglich. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Paul-Ehrlich-Institut haben gemeinsam das Portal www. verbraucher-uaw.pei eröffnet. Online können dort Nebenwirkungen gemeldet werden. Bevor die Suche nach Alternativen und Präparaten gegen Schlafstörungen losgeht, greifen sie zum
Wundermittel, das nichts kostet, jeder bei sich hat und unglaublich effektiv ist, der Atem
So simpel wie es sich anhört, es ist tatsächlich der Atem, mit dem wir den Schlafprozess steuern können. Zugegeben, nicht alle aus der COPD Community kennen die Nasenatmung, wo wie ich sie erlernt habe als komplett neue Atemmöglichkeit.  Aber mit etwas Training und einer Portion Willenskraft lässt sich die „Nasenatmung light“ einstudieren, und die nachfolgend beschriebene Übung kann so lange eingeübt werden,  bis sie in Fleisch und Blut übergegegangen ist und der  Durch- und Tiefschlaf wieder möglich ist.
Sich in den Schlaf atmen mit der 4-7-8 Methode
Die Methode geht zurück auf den amerikanischen Mediziner Andrew Weil. Er forschte schon immer in der Alternativmedizin und leitet die naturkundliche Fakultät der University of Arizona. Einschlafen mit der Konzentration auf den Atem hat den großen Vorteil, dass der  Körper zu Ruhe kommt, Puls und Herzschlag sich verlangsamen und der Blutdruck sich reguliert. Dafür ist es erforderlich, sehr lange ein und sehr lange auszuatmen. Mindestens 4 Sekunden lang über die Nase einatmen.  Das entspannt und sorgt dafür, dass Sauerstoff und Kohlendioxyd in der richtigen Mischung dem  Organismus zur Verfügung stehen. Dabei liegen Sie auf dem Rücken, oder wenn sie Seitenschläfer sind, auf der Seite. Legen sie eine Hand auf den Bauch. Atmen sie in den Bauch hinein, und zählen sie bis 4, es sollten mindestens 4 Sekunden sein. Dann versuchen Sie für weitere sieben Sekunden die Luft anzuhalten. Dabei die Spannung, die im Bauch entsteht, halten. Danach versuchen sie 8 Sekunden lang auszuatmen, so lange als möglich ausatmen. Keine Angst. Sie werden nicht ersticken. Der lange Ausatmungsprozeß ist wichtig, um Kohlendioxid abzuatmen. Nur dann ist es möglich, wieder Sauerstoff einatmen zu können, sonst kann Panik aufkommen. ( Prinzip des Sauerstoff-Paradoxons )
Was steckt hinter der langen Tiefenatmung
Das Zwerchfell wird stimuliert. Es sendet ein Signal an den Parasympathikus, der  für die Körperfunktionen verantwortlich ist, wenn wir zur Ruhe kommen. Puls und Herzschlag werden heruntergefahren, der Körper fällt in den Entspannungsmodus und Schlaf. Durch das lange Einatmen von 4 Sekunden steigt der Sauerstoffvorrat im Blut und durch das lange Ausatmen von 8 Sekunden  kann genügend Kohlendioxid abgeatmet werden.
Eine kleine Übung, die kein Geld kostet, ein wenig Zeit und Disziplin abfordert, und ohne Nebenwirkungen gesund und sehr effektiv ist. Es lohnt sich dranzubleiben und umzusetzen. In diesem Sinne gutes Gelingen.

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COPDinside mit der Weihnachtsprognose 2020
Auch wenns abstrus klingt, und der Blick nach draußen so wenig einladend ausschaut unter der Nebeltristesse,  so warm wie in den nächsten 3 Tagen wird es laut Meteorologen bis Ende Januar 2021 nicht mehr werden. Frühling bis zu 16 Grad plus wird am kommenden Mittwoch erwartet. Die COPD Community sollte das milde und regnerische Wetter noch mal Outdoor nutzen. Spazierengehen, walken, um Frischluft aufzutanken und den Organismus abhärten. Das kann mindestens so wichtig sein wie Vitamine in sich hineinzustopfen. Denn trotz Vitalstoffen, bekommen manche Infekte und eine Exazerbation, was auch auf den Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Zum Ende der Woche,  an den Feiertagen wird es ungemütlicher für Asthmatiker und COPD Erkrankte. Die milden Luftmassen werden gegen eiskalte ausgetauscht. Das bedeutet, dass die Moleküldichte in der Atemluft abnimmt und der Anteil des Sauerstoffs, den wir pro Atemzug inhalieren, geringer ist. Wir müssen häufiger und tiefer atmen, um genügende Sauerstoff aufzunehmen.
Wappen wir unsere Atemwege gegen das, was auf uns einströmt
Mächtig viel Wind kommt auf. Das Wetter legt eine rasante Talfahrt ein.  Rutscht am Heiligabend in den einstelligen Bereich an den Feiertagen. Im Flachland Schneeregen, der auch mal liegen bleiben kann und das Bergland versinkt sogar im Dauerfrost. So schön Eis, Kälte und Schnee für Gesunde sind, so herausfordernd ist für Chronische Lungenerkrankte klirrend kaltes und vor allem nasses Winterwetter. Ab Heiligabend purzeln die Celsius Grade in den Keller. Wir wissen alle, dass Frostluft unsere Atemwege beeinträchtigt und die Adern in der Lunge zusammenzieht, was die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt.  Nie die Luft mit halboffenem Mund einatmen, immer versuchen, die Luft vorzuwärmen, entweder mit Schal vor Mund und Nase, oder nur mit geschlossenem Mund und reiner Nasenatmung. Also Vorsicht draußen und Zurückhaltung im trauten Heim am gedeckten Tisch.
Der Lockdown Blues fällt noch mehr ins Gewicht  mit den festlichen Gaumenfreuden zu Weihnachten
Den meisten COPD Erkrankten wissen, dass uns eher die Luft ausgeht, wenn wir zuviel essen und all den Verlockungen erliegen. Dies bekommt uns nicht gut. Dann drückt der Magen auf die Lunge, was sich in Beklemmungen, Luftnot, Blähungen und Sodbrennen bemerkbar macht. Vielleicht ist es ganz sinnvoll, unter diesem Blickwinkel über  den Tellerrand zu den Japanern zu schauen. Denn dort gilt, ob krank oder gesund, mehr Selbstkontrolle beim Essen.  Den  Magen nur bis zum „Hara Hachi bu“ zu belasten. Hara Hachi Bu bedeutet Maß halten. Aufhören zu essen, sobald der Magen zu 80 Prozent gefüllt ist. Nicht nur bei der Ernährung können wir COPD Erkrankte Japanern nacheifern.
Lebenserwartung mit COPD verlängern
Ruhestand und Rentenalter kennt der Japaner nicht. Er ist bis ins hohe Alter aktiv, geht irgendeiner körperlichen Tätigkeit nach, neunzigjährige, die ihre Felder bestellen, sind keine Seltenheit, und sie sind mobil, fahren Motorrad. Besonders auf der Insel Okinawa, wo die meisten Hundertjährigen weltweit leben. Wissenschaftler erforschen das.  Dreistellige Lebensalter sind dort keine Seltenheit. Altersforscher sind sicher, dass körperliche Aktivität dazu gehört aber auch, dass sie sich besser ernähren als wir. Mit wenig Fett und wenig Kohlenhydraten. Eine Mahlzeit  besteht meist aus Obst und Gemüse. Interessant dabei, dass Fisch, Fleisch und Eier auch auf den Speiseplan gehören, aber weniger gegessen werden. Eine kleine Anregung für uns im wohlgenährten  Deutschland. Astronomisch gesehen ist heute ein besonderer Tag.
Der 21. Dezember bringt die Wintersonnenwende. Die längste Nacht des Jahres rückt an
Die Sonne geht heute Nachmittag bereits um 15. 36 unter. Schon der morgige Tag wird etwas länger als heute sein. Im Universum passiert Spannendes.  Um 14.30 mitteleuropäischer Zeit hat die Sonne ihren südlichsten Punkt auf dem südlichen Wendekreis erreicht. Jetzt werden bei uns die Tage wieder länger, zunächst nur Bruchteile, Sekunden, dann minutenweise.  Von Woche zu Woche geht’s rapide aufwärts. Genau heute in 3 Monaten  am 21. März 2021 werden wir den ersten Frühlingstag schon geschnuppert haben. Frühlingsanfang ist am 20. März 2021.  Wenn das kein Silberstreif am Horizont ist. Mit diesem Blick in eine bessere Zeit für uns COPD Erkrankte wünsche ich allen ein besinnliches Fest. Frohe Weihnachten.

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Ich habe meine Erkrankung ohne pharmazeutische Medikamente in den Griff bekommen. Seit nunmehr 3 Jahren bin ich symptomfrei. Weder Exzerbationen noch Infekte. Hatte nie mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Den Schlüssel zum Erfolg fand und finde ich in der sanften Medizin mit Alternativtherapien aus der orthomolekularen und traditionellen chinesischen Medizin. Desweiteren gehören Vitalstoffe und eine tiefe Heilatmung dazu, die ich bis heute tagtäglich 24 h anwende.

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